Man scrollt durch Social Media, sieht perfekt aufgeräumte Kinderzimmer, makellos gestylte Kids und Produkte, die angeblich jeder hat. Und sofort schleicht sich dieser Gedanke ein: „Klar, das ist das Richtige. Das muss ich auch haben.“
Rolf Dobelli beschreibt in seinem Buch „Die Kunst des klaren Denkens“ genau diese Falle. Er nennt es Overconfidence - die Selbstüberschätzung. Wir sind uns oft viel zu sicher, dass wir Dinge durchschauen, obwohl wir eigentlich nur einen winzigen Ausschnitt sehen. Und ich schreibe das heute nicht als Experte, sondern als jemand, der wie jeder auch in diese Falle tappt.
Im Alltag passiert uns das ständig. Zum Beispiel glauben wir, dass hunderte Likes bedeuten, dass ein Produkt wirklich gut ist. Wir glauben, die Nachbarin mit den ästhetischen Bildern hat auch das perfekte Familienleben. Dabei sehen wir immer nur die Bühne, nie das Chaos in der Garderobe dahinter.
Trotzdem treffen wir Entscheidungen, als hätten wir den totalen Durchblick. Wir kaufen das Shirt, das alle Influencer zeigen, und übersehen die Marken, die leise, aber verlässlich ihren Job machen.
Ich habe das auch geglaubt. Als ich die Babauba Community auf Social Media gesehen habe, dachte ich oft: „Wow, so viele Follower. So viele Likes. Das sind tolle Vorraussetungen. Ich war mir sicher, dass aus reiner Reichweite automatisch dauerhafte Käufer und Erfolg werden.
Aber das stimmt nicht ganz. Es gibt keinen Punkt, an dem man sich einfach zurücklehnen kann. Jede Kollektion muss sich neu beweisen. Jede Naht, jedes Motiv. Auch die Motive, die von Kunden als die “schönsten” ausgesucht wurden. Ein Like auf Facebook oder Instagram garantiert noch lange nicht, dass ein Kind dieses Kleidungsstück auch wirklich gerne anzieht. Kein Herzchen sagt dir, ob die Hose das Rutschen auf den Knien im Kindergarten überlebt.
Ich musste verstehen: Viele Follower sind in erster Linie eine Verpflichtung, jeden Tag besser zu werden.
Gerade bei Kinderkleidung sind wir oft voller vorgefertigter Überzeugungen:
„Teuer ist gleich besser.“
„Wenn alle es tragen, muss es gut sein.“
Aber wisst ihr, wen Logos, Trendbegriffe und Followerzahlen überhaupt nicht interessieren? Unsere Kinder.
Sie spüren nur eines: Ist der Stoff weich, oder kratzt das Etikett? Fühle ich mich darin frei, oder zwickt es beim Klettern? Und wir Eltern merken am Ende des Tages: Hält der Stoff auch die 30. Wäsche nach dem Matschplatz aus? Bleibt das T-Shirt in Form?
All das sieht man nicht auf einem bearbeiteten Foto. Das erfährt man nur in der Realität: beim Anziehen, Toben und Kuscheln.
Wir leben in einer Zeit, in der uns Algorithmen ständig sagen, was wir gut finden sollen. Die Versuchung ist groß, einfach blind zu vertrauen. Aber vielleicht sollten wir unseren Kreis an Einflüssen ein bisschen kleiner machen – und dafür wertvoller.
Für uns bei Babauba heißt das: Wir verlassen uns nicht auf nackte Zahlen. Wir verlassen uns auf euch. Auf eure Nachrichten. Auf Fotos mit echten Grasflecken. Auf ehrliches Feedback, das manchmal auch wehtut, uns aber wachsen lässt. Unser Ziel ist es nicht, die lauteste Marke in eurem Feed zu sein. Wir wollen die verlässlichste in eurem Alltag sein.
Wenn ihr das nächste Mal durch Instagram scrollt, denkt vielleicht kurz an dieses eine Wort: Overconfidence.
Lasst uns nicht nur glauben, dass etwas gut ist. Lasst es uns wissen. Für uns, für unsere Kinder und für unser echtes Leben.
Startet gut in die neue Woche – mit klarem Kopf und Kleidung, die wirklich das hält, was sie verspricht.


